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Warum gibt es „PrimA – Prävention im Nordwesten“

Kriminalprävention soll kommunal verortet und gesamtgesellschaftlich realisiert werden. Sie muss kontinuierlich auf gesellschaftliche Entwicklungen eingehen. Der hohe Anteil bürgerschaftlichen Engagements spielt eine wichtige Rolle in der kommunalen Prävention.

Die Vielzahl der Aufgaben legt eine überörtliche Kooperation nahe: Das Voneinander-Lernen ist im Feld der Prävention nicht nur erwünscht, sondern auch unabdingbar. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse oder neue Herausforderungen sind schneller und mit größerer Qualität in den einzelnen Kommunen umsetzbar, wenn sie quasi arbeitsteilig aufgenommen werden und mit Hilfe eines überörtlichen Netzwerks in die kommunalen Präventionsräte (zurück)gegeben werden können.

„Netzwerke bündeln Kompetenzen und Ressourcen, um gemeinsame Ziele zu erreichen, die ein Partner allein nicht erreichen könnte.“ (Prof. Dr. Dr. h.c. Ekkehard Nuissl von Rhein, Netzwerkbildung und Regionalentwicklung, S. 18)

Dabei stellt sich ganz praktisch die Frage, wie das Netzwerk „PrimA – Prävention im Nordwesten“ funktioniert und wie es ergebnisorientiert arbeiten kann.

Vor dem Hintergrund der Erfahrung mit der Kampagne „INTERNET erfahren statt Gefahren“ soll auch während des Projektzeitraums für „PrimA“ (2015-2016)

- das Instrument der Kampagne genutzt werden, um das gemeinsame Thema „Zivilcourage und Internet“ zu bearbeiten,

- eine koordinierte Öffentlichkeitsarbeit zu höherer Präsenz führen,

- gegenseitige Beratung und das Verknüpfen vorhandener Vorerfahrungen bzw.

Wissensbestände ermöglicht werden.

Um dies zu gewährleisten, wurde eine Projektstelle eingerichtet, die das Informationsmanagement im Netzwerk absichert und weiter entwickelt. Carsten Lienemann steht mit fünfzehn Stunden wöchentlich hierfür zur Verfügung. Er arbeitet in Oldenburg und ist zu erreichen unter 0441-304 67 34 (auch AB), mobil unter 0176-96 97 97 77 oder unter praevention-im-nordwesten@gmx.de.

Um die Kooperation im Netzwerk verbindlich zu gestalten, wurden für „PrimA“ Kooperationsvereinbarungen erstellt. Wenn Sie an einer Mitarbeit interessiert sind, können Sie sich die Kooperationsvereinbarung hier herunterladen.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Lienemann oder an die Projektleitung:

Kontakt:

Präventionsrat Oldenburg, Melanie Blinzler, Tel.: 0441/235-3611, E-Mail: praeventionsrat@stadt-oldenburg.de

Präventionsrat Delmenhorst, Ruth Steffens, Tel.: 04221/99-2519, E-Mail: kpr@delmenhorst.de

Präventionsrat Rheiderland, Hermann Lampen, Tel.: 0152/09054967, E-Mail: hermann.lampen@polizei.bund.de

 

Wie kam es zu „PrimA – Prävention im Nordwesten“

Im Rahmen des Oldenburger Projektes „Windrad PRO“ wurden 2010 die Treffen der kommunalen Präventionsräte im Nordwesten wieder aktiviert.

Das entstandene Netzwerk trifft sich seitdem regelmäßig zwei Mal im Jahr. Von Beginn an hat man sich das Ziel gesetzt, neben dem fachlichen Austausch auch gemeinsame Aktivitäten für die Prävention zu realisieren.

Die erste gemeinsame Aktion war die Präsentation auf dem Deutschen Präventionstag 2011 in Oldenburg, die gemeinsam und in Verbindung mit der Polizeidirektion Oldenburg stattfand. In der Folge hat man sich auf die Realisierung eines alle betreffenden Themas geeinigt und als Instrument zur Umsetzung eine Kampagne entwickelt.

Im Rahmen der Kampagne „INTERNET erfahren statt Gefahren“ wurden zentral Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit erstellt, die von allen kommunalen Präventionsräten abgerufen werden konnten. Die Arbeit im Netzwerk hatte an den Stellen einen Synergieeffekt, wo Inhalte und Referent/innen/en untereinander ausgetauscht und weiter empfohlen wurden. Dank der  zentral organisierten  Öffentlichkeitsarbeit konnte die Präsenz der kommunalen Präventionsräte in den Medien während des Kampagnenjahres erhöht werden.

Am Ende des Kampagnenjahres fiel die Entscheidung, weiter im Netzwerk zu arbeiten. Da hierfür eine Koordination nötig ist, die nicht mehr „nebenher“ zu leisten war, haben die drei Präventionsräte Oldenburg (Melanie Blinzler), Netzwerk Rheiderland (Hermann Lampen) und Delmenhorst (Ruth Steffens) einen Antrag an den Landespräventionsrat gestellt, um für die Entwicklung und Weiterführung des Netzwerkes Mittel zu erhalten. So entstand „PrimA – Prävention im Nordwesten“.